Findet Leckagen
Esso Karlsruhe saniert duktile Gußrohre

Im vergangenen Jahr ließ Esso am Standort Karlsruhe eine Kontroll- Wasserdruckprobe vornehmen um festzustellen, ob der zuvor nach dem Sanipor Verfahren abgedichtete Kanal dicht ist. Ergebnis: die Risse im rund 100 Meter langen Gußrohr konnten mit dem anorganischen Material, das Leckagen selbst findet und einen künstlichen Sandstein bildet, erfolgreich abgedichtet werden.

Wasser mit Schmutzfrachten in Form von Öl sowie schweren und leichten Kohlenwasserstoffen fließt durch die Abwasserleitung die undicht geworden war. Die Abdichtung mit Inliner aus Kunststoffen schied aus, da das Öl und die Derivate diese Werkstoffe angreifen.
Deshalb entschied sich Esso für das Sanipor -Verfahren, um die 100 Meter lange Leitung, bestehend aus 5 Haltungen mit Querschnitten von DN 100 bis DN 300 zu sanieren. Erfahrungen mit dem sandsteinartigen Abdichtungsmaterial hatte die Esso Raffinerie in Ingolstadt schon 1993 gemacht und Exxon im texanischen Huston im Jahre 1995. Das patentierte Verfahren repariert in einem Zuge undichte Kanalrohre, Muffen, Anshlußleitungen und Schächte mit Hilfe von zwei "intelligenten Flüssigkeiten", die Leckagen automatisch finden und zuverlässig abdichten.
Die zu reparierende Haltung wird gereinigt. Nach der Videoinspektion und einer Wasserstandsprobe, die auch die Schächte und Anschlußrohre einschließt, kann der Grad des Schadens festgestellt und klassifiziert werden.
In das gereinigte, abgeschottete Hauptrohr samt Schächten und Seitenanschlüssen wird die flüssige Systemkomponente "S1" gefüllt, so daß sie mit Hilfe des hydrostatischen Druckes durch die undichten Stellen in das umgebene Erdreich gelangen kann.
Nach rund einer Stunde wird "S1" abgesaugt und die zweite Komponente "S2" eingefüllt.
Diese dringt ebenfalls nach außen und verbindet sich mit "S1" und dem Umgebungsmaterial zu einem festen und dichten sandsteinähnlichen Konglomerat. Nach einer weiteren Stunde wird auch "S2" abgesaugt, der Kanal abermals ausgespült und dann wieder ans Netz angeschlossen. Überall dort, wo Aufbrucharbeiten unerwünscht oder nicht möglich sind, spielt das Verfahren seine Stärken aus:
Ÿ in Altstadtkernen, wo Leitungen tief liegen können;
Ÿ in Industriegebieten, wo jede Fertigungsunterbrechung vermieden werden soll;
Ÿ in Verkehrszentren, wo langwierige Bauarbeiten zu Behinderungen führen würden.
Sanipor kann auch mit statisch wirksamen Sanierungstechnologien in Kombination angewendet werden, um verschiedenen technische Vorteile miteinander zu verbinden.
Vorteilhaft ist auch, daß jede Undichtigkeit, ob im Video sichtbar oder nicht, von den Injektionslösungen gefunden und zuverlässig abgedichtet werden.

× × × Artikelübersicht